Heute ist Blogwichtel-Tag - juchei!
Mein Blogwichtel schenkte mir eine wunderbare Dichtung, die ich wirklich gerne zu den übrigen Getriebeteilen lege. Herzlichen Dank, lieber Blogwichtel, das ist gelungen. :-)
Aber nicht lange faseln, es folgt der Blogwichtelbeitrag:
Aber nicht lange faseln, es folgt der Blogwichtelbeitrag:
Er hinkt mir im Nacken und ich renne gehetzt in den Wald. Der Firn knirscht unter meinen Füßen, rutschend geht es auf dem Wintergrund voran. Doch er ist mir im Nacken. Meine Gedanken jagen schneller als meine Füße tragen. Wie konnte ich mich nur darauf einlassen? Warum bloß? Denken führt zu nichts.
Das Dickicht hängt von eisiger Last tief gebogen und peitscht mir ins Gesicht. Er will es heute wirklich wissen. Plötzlich steht er vor mir, sein plissierter Mund windet sich zu einem Grinsen, das ich lieber nicht gesehen hätte. Schimmernd gebe ich mich graurot, obwohl ich mich ocker empfinde. Wenn der Tölltel vor einem steht, gesteht man alles. Das kann ich sagen. Mehr weiß ich nicht. Er verpufft wie er gekommen ist.
Tief im Wald befinde ich mich, aber ich habe mein Flunsch umgehängt. Gebraucht wird er noch. Im Schatten krallt sie ungelichtet. Das fesselt mich. Der Augenblick ist vorüber. Die Scham in mein Gesicht gebrannt. Eisig klirrt der Schnee an meine Wange.
Da! Ja, da steht ein Schemen und wärmt den Schnee tropfend. Die Lache gebiert moosgrünen Untergrund. Ich erkenne den Schwarzweißen wieder. Seine Klauenhände werfen mir eine goldene Kassette herüber. Sie ist so winzig, dass sie mir durch die Finger entgleitet. Ein Ausfallschritt, ein fester Griff und - es singen die Vögel des Frühlings.
Ein umgefallener Baum liegt über verlogenem Spalt. Morsches Totholz in den sicheren Abgrund. Sie windet sich, aber wir sind nicht in Pimpelonien und ich schüttle sie im Schatten ab. Den Flunsch entsichert und avisiert. Mir gewogen. Den Schritt auf den Steg gewagt. Wie Harpyien hetzt der Klang ihrer Klagen über mich hinweg. Ich halte stand wie der alte Stamm mich trägt.
An mir bemerke ich den karierten Bärenmantel des Herrn Wolf. Er umfängt mich wie Zuckerwatte. Ich nehme mir vor, mich recht herzlich bei dem Herrn zu bedanken. Mein Schritt nimmt Forschheit an wie nie zuvor. Immer weiter trabe ich in den auferstehenden Silberwald und ich komme nicht umhin, alle vorbeiziehende Pracht zu bestaunen. Jede Wurzel, jedes Moos, jeder Zweig tastet sich schwindelnd in meine Sinne. Berauscht und stolz lache ich meinen Mut in den Himmel. Mein Schatten umwebt mich wie eine traute Wolke. Ich schwebe in ihrer Verlorenheit.
Meine Hingabe bringt den Rotwangigen auf den Plan, der mir ziseliert zu wispert, sein Haupt geneigt. Sein Wohlwollen streicht über meine lackierten Locken. Er hebt die Hand zum Abschied und ich lasse meine Brüste leuchten. Kokett werfe ich faltiges Knistern in die Winkel.
Das Tuch wird beiseite geschoben. Pferde irrlichtern im Galopp. Eine kreiselnde Lichtgestalt öffnet ihre Arme. Ich nehme die Drehtür und kehre nicht um.
Inzwischen habe ich am Namen der angehängten Datei gesehen, wer mein Blogwichtel ist. Werde das aber noch nicht verraten. *hihi* Klasse!

Aha, das fehlende Bild ist auch aufgetaucht ;-)
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